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Brunnen bohren: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Ihren Garten

24.03.2025
6 min.
Von Baumarkt Redaktion

In Zeiten von wachsendem Umweltbewusstsein und steigenden Wasserpreisen entscheiden sich immer mehr Gartenbesitzer dafür, einen Brunnen im Garten zu bohren. Die Vorteile sind vielfältig: Zum einen ermöglicht ein eigener Brunnen im Garten eine unabhängige Wasserversorgung. Diese ist vor allem für die Bewässerung des Gartens von unschätzbarem Wert. Zum anderen können durch den eigenen Grundwasserbrunnen im Garten erhebliche Kosten gespart werden, welche sonst für die Wasserversorgung anfallen würden. Aber wie funktioniert das Brunnenbohren? Und was sollten Sie beachten?

Ein gemauerter Brunnen mit Dach und mehreren Metallgießkannen auf dem Rand.

Wie funktioniert ein Brunnen im Garten?

Ein Brunnen funktioniert im Wesentlichen durch das Fördern von Grundwasser aus der Erde. Über ein Bohrloch oder eine Brunnenbohrung wird das Grundwasser an die Oberfläche geleitet. Durch die Installation einer Pumpe kann das Wasser für zahlreiche Anwendungen im Garten genutzt werden. So zum Beispiel für das Bewässern der Pflanzen, das Auffüllen des Teiches und vielem mehr. Ein gut geplanter Brunnen erhöht die Effizienz Ihres Wassermanagements signifikant.

Voraussetzungen für das Brunnenbohren

Bevor Sie mit dem Grundwasserbrunnenbohren beginnen, gilt es einige Voraussetzungen zu beachten. Als Erstes muss natürlich die Wasserqualität geprüft werden. Schließlich möchten Sie sicher keinen Gartenbrunnen bohren, um danach festzustellen, dass das Wasser nicht verwendbar ist. Auch eine Bodenuntersuchung kann durchaus sinnvoll sein, um die ideale Stelle zum Bohren zu finden.

In zahlreichen Regionen ist das Bohren eines Brunnens aufgrund des Umgangs mit Grundwasser und zum Schutz von Wasserressourcen genehmigungspflichtig. In den meisten Bundesländern bedarf es für eine Brunnentiefe bis zu maximal 1 Meter keinerlei Genehmigung. Doch dies kann, abhängig vom Bundesland und dessen spezifischen Vorschriften, variieren. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, sich unbedingt vorab über die gesetzlichen Vorgaben informieren. Nur so können rechtliche Probleme und Strafen vermieden werden.

Wichtig ist zudem ein geeigneter Standort. Achten Sie darauf, in der Nähe einer Wasserquelle zu bohren. Um auf der Suche nach Wasser nicht wild den Garten umzugraben, empfiehlt sich eine Grundwassermessung. Diese ist eine große Hilfe, um Grundwasser zu finden.

Ein weiterer Punkt, der Gartenbesitzer interessiert, sind natürlich die Kosten. Muss man für Brunnenwasser bezahlen? In der Regel ist Brunnenwasser kostenlos. Zumindest dann, wenn Sie die gesetzlichen Vorgaben einhalten. Zudem kann es von Vorteil sein, einen Wasserzähler zu installieren. So wird nicht nur der Verbrauch überwacht, sondern auch der Wasserbedarf Ihres Gartens optimal gesteuert. Schließlich hilft ein solcher Zähler nicht nur dabei, den Wasserverbrauch im Blick zu behalten, sondern liefert auch wertvolle Daten für den effizienten Umgang mit dem kostbaren Gut Wasser.

Arten von Brunnen und Ihre Unterschiede

Bevor mit dem Brunnenbohren begonnen wird, sollten Sie sich über die verschiedenen Arten an Brunnen informieren. Hier finden Sie die gängigsten Typen:

  • Schlagbrunnen: Diese Brunnenart ist einfach und kostengünstig. Besonders beliebt sind Schlagbrunnen auch aufgrund ihrer relativ leichten Installation.
  • Bohrbrunnen (Tiefbrunnen): Diese Art des Brunnens ist für tiefes Grundwasser geeignet. Allerdings bedarf der Brunnenbau hier spezielle Ausrüstung. Bohr- bzw. Tiefbrunnen sind in der Regel kostenintensiver, gleichen dies jedoch durch eine höhere Wasserqualität aus.
  • Schachtbrunnen: Hierbei handelt es sich um eine historische Brunnenbauweise, welche besonders für große Wassermengen geeignet ist. Allerdings benötigt diese Brunnenart viel Platz und ist zudem aufwendig zu bauen.

Tipp: Ein Brunnen ist nicht nur sehr praktisch, sondern auch eine wertvolle optische Bereicherung für jeden Garten. Sie suchen noch nach weiteren kreativen Ideen? Bei uns werden Sie fündig: bei unseren Ideen für den Garten.

Unterschied zwischen Grundwasserbrunnen und Oberflächenwasser

Grundwasserbrunnen fördern Wasser aus der Tiefe und garantieren in der Regel eine stabilere Wasserversorgung. Oberflächenwasser kommt aus Flüssen oder Teichen und kann in Trockenperioden weniger zuverlässig sein. Darüber hinaus bieten Grundwasserbrunnen eine bessere Wasserqualität, da Oberflächenwasser durch Umwelteinflüsse stark beeinträchtigt sein kann.

Ein steinerner Brunnen mit Blumentöpfen und einer Drahtkorbdekoration in einem sonnigen Garten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Brunnen selber bohren

Der Brunnenbau umfasst drei wichtige Schritte: Vorbereitung und Planung, die Brunnenbohrung und die Installation der Pumpe und der Wasserversorgung.

Schritt 1: Vorbereitung und Planung

Die rechtliche Überprüfung und die Wahl des optimalen Standorts sind die ersten Schritte beim Brunnen bauen. Informieren Sie sich über die gesetzlichen Bestimmungen in Ihrer Region und stellen Sie sicher, dass Sie einen geeigneten Standort auswählen. Für das Brunnen bohren sind spezielle Werkzeuge und Materialien vonnöten. So zum Beispiel:

  • motorisierte Brunnenbohrmaschine und Erdbohrer oder Wasserbohrer
  • Bohrrohre aus Stahl oder PVC, um das Wasser zu fördern
  • Bohrkrone, um harten Boden oder Gestein aufbrechen zu können
  • Schaufel zum Graben
  • Eimer bzw. Schubkarre zum Abtransport von Erde und Wasser
  • Wasserpumpe, um das Wasser aus dem Brunnen zu fördern
  • Handschuhe und Schutzbrille zur eigenen Sicherheit
  • Filtermaterial wie speziellen Brunnensand oder Kies
  • Dichtungsmaterial für die Rohre und Verbindungen
  • Kabel und elektrische Komponenten, falls eine elektrische Pumpe verwendet wird
  • Brunnenkopf zur Abdeckung

Um Verzögerungen während der Projektdurchführung zu vermeiden, sollten sämtliche Werkzeuge und Materialien schon vor Baubeginn besorgt werden.

Schritt 2: Brunnenbohrung durchführen

Das Brunnengraben kann sowohl manuell als auch maschinell durchgeführt werden. Das maschinelle Bohren ist in der Regel die schnellere und effizientere Wahl. Bereiten Sie das Bohrloch vor und achten Sie dabei auch darauf, alles gut zu sichern.

Nach dem Bohren sollte der Brunnen gespült und gefiltert werden. So wird sichergestellt, dass das Wasser rein ist. Ein zusätzlicher Filter hilft, die Wasserqualität weiter zu verbessern und Verunreinigungen zu minimieren.

Schritt 3: Installation der Pumpe und Wasserversorgung

Nach der Brunnenbohrung wird die Pumpe installiert, mittels dieser das Wasser an die Oberfläche gebracht wird. Hierbei ist es äußerst wichtig, die Pumpe richtig anzuschließen. Nur dann kann das Wasser effizient für die Gartenbewässerung oder auch als Hauswasserwerk genutzt werden. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Wahl der richtigen Pumpe, denn sie beeinflusst die Effizienz Ihrer Wasserversorgung erheblich. Informieren Sie sich ausführlich und vergleichen Sie die verschiedenen Modelle umfassend.

Ein rustikaler Holzwunschbrunnen mit Eimer, umgeben von Bäumen und Wiese.

Fazit

Das Brunnenbauen kann für jeden Gartenbesitzer eine lohnende Investition sein, denn ein eigener Brunnen im Garten bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Er ermöglicht Ihnen eine unabhängige Wasserversorgung und hilft dabei, Kosten bei der Gartenbewässerung einzusparen. Informieren Sie sich unbedingt vor Projektstart über die gesetzlichen Vorgaben und gehen Sie bei Ihrem "Projekt Brunnenbohrung" Schritt für Schritt vor. Ob im Garten, hinter dem Haus oder auch im Vorgarten, ein Brunnen ist stets auch ein dekoratives Objekt, welches die ohnehin zahlreichen Garten-Gestaltungsideen noch erweitern kann. Durch die Implementierung des eigenen Brunnens schonen Sie Ressourcen und leisten einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Wassernutzung und zur Ökologie in Ihrem Wohnumfeld.

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